Fasten ist gefährlich und führt zu gesundheitlichen Schäden

Fasten ist nahezu immer mit völligem Nahrungsentzug oder sehr starker Nahrungseinschränkung verbunden und dient zur schnellen aber nicht dauerhaften - Gewichtsreduktion. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um schnell an sein Wunschgewicht zu kommen und es bleiben sehr wenige Ausnahmen, die durch das Fasten ihr Wunschgewicht erfolgreich erreicht haben.

Bild zum Thema Fasten - Leerer Kühlschrank

Die große Mehrheit der Menschen, die durch das Fasten schlank wurden, haben den berüchtigten Jo-Jo-Effekt spüren müssen und waren nach einiger Zeit wieder bei ihrem Ausgangsgewicht bzw. wogen sogar mehr. Uns stehen mittlerweile weit mehr als 500 Diäten und Fastenkuren zur Verfügung und alle haben dieselbe Wirkung. Sie halten den Körper auf extremen Kalorienentzug und führen zur schrittweisen Vergiftung des eigenen Körpers. Daher ist es nach wie vor leider ein weitverbreiteter Irrglaube, dass Diäten unseren Körper entschlacken und entgiften und wir somit unsere Traumfigur erreichen. Neben einem ständigen Hungergefühl schaden wir unserem Körper zusätzlich durch den permanenten Nahrungsentzug.

Fasten stellt ein ernsthaftes gesundheitliches Risiko dar

Bild zum Thema Fasten - Frau hungert sich krank

Wer sich trotz aller gesundheitlichen Risiken für ein radikales Fasten entscheidet, sollte dies nur unter ärztlicher Beobachtung machen. Da das Fasten und zahlreiche Diäten immer zu einseitig aufgebaut sind, können keine langfristigen Erfolge in Aussicht gestellt werden, so wie bei der Low-Carb-Diät werden zum Beispiel auch hier zu wenige Kohlenhydrate gegessen. Bei vielen anderen Fastenkuren wird grundsätzlich viel zu wenig zu sich genommen. Durch den Nahrungsentzug werden endogene Reserven freigesetzt. Diesen Prozess vollzieht unser Körper, damit die nötige Energie und der Stickstoffbedarf des Körpers abgedeckt werden können. Damit dies auch weiterhin gewährleistet ist, werden die Energiespeicher aus Leber und Muskelgewebe freigesetzt.

Da dies aber nur für 24 - 45 Stunden möglich ist, beginnt der Körper Fettreserven zu mobilisieren und es kommt zu einer veränderten Energiegewinnung. Bei zu langen Diäten entstehen Ketonkörper, welche bei Hungerphasen sogar im Harn nachweisbar sind. Sie entstehen durch Oxidation von Fettsäuren in der Leber und den Nieren. Ketonkörper sind besonders für viel Gewebe, das Hirn und den Nervenzellen wichtige Energielieferanten. Fakt ist, dass Diäten für eine Giftdröhnung sorgen. Nicht einmal der jahrelange Konsum von Pestiziden und Abgasen könnte den Körper derart vergiften, wie es eine Hungerkur tut. Folgen des Fastens sind die Ausscheidung der Ketonkörper durch die Nieren, was zu Nierenschäden führen kann, Schädigung des Zentralnervensystems und die Ausscheidung eines sauren Harns.

Unser schlechter Lebenswandel schadet unserem Körper enorm

Während bzw. nach Diäten steigt der Anteil von Schadstoffen im Blut rasant, da die Fettdepots im Körper auch als Zwischenlager für fettlösliche Gifte gedacht sind. Die Leber und alle anderen Entgiftungsorgane sind bei dem heutigen schlechten Lebenswandel, wie Rauchen, Alkohol und andere Umweltgifte, oft bzw. ständig überlastet. Daraus resultiert, dass Problemsubstanzen unverstoffwechselt im Fettdepot gespeichert werden müssen. Fasten und alle Hungerkuren führen dazu, dass der Körper bei zu wenig Nahrungsaufnahme auf diese giftigen Fettdepots zurückgreifen beginnt. Somit werden die Gifte ins Blut und von dort aus in den gesamten Körper transportiert und schädigen unsere Organe. Diese Gifte sind der Auslöser zahlreicher Zivilisationskrankheiten. Krebs und sogar die Unfruchtbarkeit bei Männern sind auf diese Prozesse zurückzuführen. Kaum zu glauben aber Frauen, die oft fasten neigen zu einem hohem Gallensteinrisiko.

Fasten und die gesundheitlichen Folgen des JO-JO Effekts

Fasten vergiftet Ihren Körper

Das ständige Auf und Ab beim Gewicht - die rasche Gewichtsreduktion und die anschließenden Gewichtszunahme - führen zu einer Zu- und Abnahme der Fettpolster. Durch diese Unregelmäßigkeiten kommt es zu einer Verschiebung der Fettzusammensetzung. Dieser Prozess führt dazu, dass das Immunsystem überlastet und der Hormonhaushalt gestört wird. Immunschwäche, Vergiftungen, Gallenkoliken, Stoffwechselentgleisungen sind deshalb bei übermäßigem Fasten vorprogrammiert. Zu wenig Energie führt auch zu Müdigkeit, Trägheit, Konzentrationsschwierigkeiten, Gicht, Osteoporose und Herzproblemen. Weiters können Veränderungen in der Persönlichkeit sowie in den psychomotorischen Leistungen, wie Gleichgültigkeit, Erschöpfbarkeit, Schwermütigkeit und Depressionen auftreten.

Um noch weitere zu nennen, kann übertriebenes Fasten auch zu einer schlechten Wundheilung, verminderten Leistungsfähigkeit, Blutgerinnungsstörungen, Sehstörungen bzw. Nachtblindheit, Wachstumsverzögerungen bei Kindern, Lungen-, Blasen-, Prostata-, Kehlkopf-, Speiseröhren-, Magen- und Darmtumoren und Schlaganfall führen.

Diäten ruinieren den Stoffwechsel und verhindern das Abnehmen

Wie wir alle wissen, ist unsere Gewichtsreduktion von unserem Stoffwechsel abhängig. Zu viel fasten führt aber dazu, dass der Stoffwechsel langsam herunter fährt und somit das Abnehmen unmöglich wird. Unser Körper ist so aufgebaut, dass er ein bestimmtes Ausmaß an Energie benötigt, um leistungsfähig zu sein. Durch das Fasten bekommt der Körper nicht die tägliche Energie, die er zum Funktionieren benötigt. Um die fehlende Energie ausgleichen zu können und den Energieverbrauch für die Zukunft zu senken baut er Körperfett und Muskelmasse ab.

Dies führt zum angenehmen Effekt des anfänglichen raschen Abnehmens. Leider freut man sich hier zu früh. Schnell kommt es zu einem ungewünschten Nebeneffekt. Muskelmasse ist im Gegensatz zu Fettgewebe aktive Körpermasse und verbraucht daher auch mehr Energie als Fett. Je mehr Muskelmasse abgebaut wird, desto weniger Energie wird gebraucht und der Grundumsatz an Kalorien sinkt. Dies hat zur Folge, dass noch weniger gegessen werden darf, um überhaupt noch abnehmen zu können. Der Stoffwechsel wird immer langsamer. Bis eine Gewichtsreduktion irgendwann nicht mehr möglich ist. Nach Ende der Diät oder dem Fasten kommt es zum bekannten Jo-Jo-Effekt. Nach dem Fasten wird wieder mehr bzw. gewöhnlich gegessen. Um für das nächste Fasten Fett zu speichern, holt sich unser Körper die neuvorhandene Energie und legt sie in neue Fettreserven an. Das Resultat ist eine sehr rasche Gewichtszunahme. Nicht selten wiegt man nach dem Fasten mehr als davor. Unser Körper reagiert bei allen Diäten gleich. Nur eine dauerhafte Ernährungsumstellung kann zum gewünschten Gewicht führen. Um den Stoffwechsel wieder reparieren zu können, benötigt es oft sehr viel an Geduld, denn es kann Wochen sogar bis zu Monate dauern. Fasten führt nicht nur zum berüchtigten Jo-Jo-Effekt, sondern tut auch der Seele und der Psyche nicht gut.

Ständige Rückschläge schaden der Psyche
Bild zum Thema Fasten - Sorgenvolle Frau beim Kopfzerbrechen

Wer ständig damit beschäftigt ist über das Fasten oder das Abnehmen nachzudenken, hat keine Zeit mehr zu leben und das Leben zu genießen. Beim Abnehmen ist eine ausgewogene Ernährung ebenso ausschlaggebend wie der Zustand der Psyche. Menschen, die ständig fasten müssen sich täglich gegen grundlegende Mechanismen im Gehirn wehren. Sie sind einem permanenten Kampf gegen das Hungergefühl ausgesetzt. Alles dreht sich um das Kalorienzählen und das Essen. Fasten heißt nahezu immer, dass gehungert werden muss. Alleine der Gedanke eine Diät einhalten zu müssen verschlimmert die Situation und führt zu Heißhungerattacken und kann sogar zu Essproblemen führen. Bei Menschen, die mit ihrem Leben inklusive Essverhalten zufrieden sind und somit ein solides Essverhalten haben, steuert der Körper Empfindungen wie Hunger- und Sättigungsgefühl von selbst, da sie zu den vegetativen Funktionen des Körpers zählen. D.h. sie werden unbewusst und automatisiert ausgeführt. Dazu zählen unter anderem Appetit, Hunger, das Atmen usw. Diese Gruppe von Menschen beendet ihr Essen, sobald das Sättigungsgefühl eintritt. Jemand der eine Diät macht hört mit dem Essen auf, sobald bestimmte Kalorien erreicht wurden. Durch dieses Verhalten wird die natürliche Steuerung von Hunger- und Sättigungsgefühl gestört. Wer zu viel über die Ernährung nachdenkt, greift in die natürlich abgestimmte Einheit von Körper und Seele ein. Dies zeigt, dass eine Ernährungsumstellung der idealste Weg zur Traumfigur ist. Wer sich dauerhaft, ohne allzu viele Gedanken ausgewogen ernährt, tut dies nach kurzer Zeit automatisiert und unbewusst. Fasten schadet also nicht nur dem Körper, sondern auch der Psyche.